Analysen und Studien

Die Reihe „Analysen und Studien" der Fachstelle Einwanderung und Integration beinhaltet Analysen und (Fall-)Studien zu ausgewählten Themen der Arbeitsmarktintegration und aktuellen Entwicklungen im Bereich (Neu-)Einwanderung. Im Unterschied zu Analysen stützen sich Studien dabei auf eigens erhobene Daten. Die Reihe richtet sich vornehmlich an die (Fach-)Öffentlichkeit und erscheint in loser Folge vorwiegend in deutscher Sprache.

ISSN: 2941-3672

Kontakt: fei(at)minor-kontor.de


Die Entlohnung in ungleichen Welten

Der Migrant-Gender-Pay-Gap und warum Frauen mit Migrationsgeschichte für ihre Arbeit den höchsten Preis zahlen

Die Studie untersucht, wie sich Löhne in Deutschland nach Geschlecht, Migrationsgeschichte und Kindern im Haushalt unterscheiden und welche Mechanismen dahinterstehen. Grundlage sind SOEP Paneldaten (Version 39). Im Unterschied zu früheren MGPG Studien von Minor – Der Migrant-Gender-Pay-Gap: Sind die Gehälter niedrig, trifft es alle (Juli 2022) und Ungleiche Bezahlung in Engpassberufen (Januar 2024) – die auf Vollzeit-Medianlöhnen basieren, steht hier der Stundenlohn im Mittelpunkt und alle Beschäftigungsformen, also Vollzeit, Teilzeit und Minijobs, werden einbezogen.

Autorinnen: Bianca Dülken und Samrawit Shibeshi | 12/2025

ISSN: 2941-3672

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Arbeitsmarkt und Zuwanderung im Wandel

Eine Analyse aktueller Trends im Beschäftigungs- und Wanderungsgeschehen

Die Studie untersucht, wie sich Zuwanderung und Arbeitsmarkt verändert haben, welche Rolle verschiedene Zuwanderungsgruppen dabei einnehmen und inwiefern sie von aktuellen Veränderungen betroffen sind. Berücksichtigt werden dabei u.a. Unterschiede nach Region, Geschlecht, Betriebsgröße und Berufssektoren.

Autorinnen: Kristina Korte und Franziska Loschert | 10/2025

ISSN: 2941-3672

Interaktive Darstellung

Aktuelle Einwanderung aus der Türkei

Ergebnisse einer Umfrage unter Eingewanderten und Einwanderungsinteressierten

Migration aus der Türkei nach Deutschland ist ein sehr heterogenes Phänomen, das hat die Fachstelle Einwanderung und Integration bereits im Kurzbericht 04/2024 dargelegt. Während im Kurzbericht 04/2024 der Fokus auf den rechtlichen Zugangswegen sowie den aktuellen Daten zu Wanderungsbewegungen lag, werden in der vorliegenden Untersuchung 06/2025 Erkenntnisse einer Umfrage unter 1.014 Eingewanderten und Einwanderungsinteressierten aus der Türkei vorgestellt sowie wichtige Herausforderungen im Hinblick auf eine erfolgreiche Integrationspolitik identifiziert. Die Studie wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und zugleich Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus mit initiiert. Durch die Auswertung der Umfrage aus dem Jahr 2024 werden neben Motivationsgründe und -Motive dieser Gruppe insbesondere Aspekte dargestellt, die den Arbeitsmarkt betreffen und wichtige Herausforderungen beim Ankommen in Deutschland diskutiert.

Redaktion: Johannes Remy, Doritt Komitowski | 07/2025

ISSN: 2941-3672

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Ungleiche Bezahlung in Engpassberufen

Die unsichtbaren Grenzen von Herkunft und Geschlecht

Im Anschluss an die Analyse „Der Migrant-Gender-Pay-Gap: Sind die Gehälter niedrig, trifft es alle“ (Juli 2022) hat die Fachstelle Einwanderung und Integration nun die Situation in den bundesweiten Engpassberufen näher betrachtet. Neben dem Anteil von Zugewanderten in den Top-10 Engpassberufen auf Fachkräfte-Anforderungsniveau wurde untersucht, ob in diesen ausgewählten Berufen strukturelle Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen und Personen mit und ohne deutsche Staatsangehörigkeit bestehen. Datengrundlage ist eine Erhebung aller Vollzeitbeschäftigten in Deutschland in den Top-10 Engpassberufen.

Autorinnen: Bianca Dülken, Samrawit Shibeshi| 01/2024

ISSN: 2941-3672

Online-Version der Analyse

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Die vierte Säule der Pflege

Aktuelle Bedarfe und Erwartungen von 24-Stunden-Betreuungskräften (Live-Ins) in Bezug auf ihre Arbeit in Deutschland

Die vorliegende Untersuchung der Fachstelle Einwanderung und Integration ist zugleich Fortsetzung und Ergänzung des 2022 erschienen Working Paper „Tragende Säule bröckelnder Versorgungssicherheit ohne regulären Untergrund“ (Becker & Komitowski 2022). Zum einen liefert sie aktuellere Zahlen zum Stand und den zu erwartenden Entwicklungen der Pflegebedürftigenzahlen in den kommenden 15 Jahren in Deutschland und setzt diese in Bezug zu den Personalprognosen für die ambulante Pflege in den Tätigkeitsbereichen „körperbezogene Pflege“ und „Hilfen bei der Haushaltsführung“. Zum anderen diskutiert sie, wie auch schon die o. g. Untersuchung, Perspektiven und Bedarfe von 24-Stunden-Betreuungskräften (Live-Ins) – diesmal allerdings nicht in Bezug auf die Betreuungssituation in den Familien, sondern in Bezug auf ihr Leben und ihre Tätigkeit in Deutschland. Es zeigt sich erneut: Sowohl vor dem Hintergrund der Versorgungsqualitätssicherung als auch der zu erwartenden Personalengpässe ist es dringend geboten Perspektiven zu schaffen, sprich: Live-Ins in die regulären Strukturen der Pflege zu integrieren und bedarfsgerechte Qualifizierungs- und Beratungsangebote auf- und auszubauen.

Autor: Paul Becker | Mai 2023

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