Kurzberichte

(Rechts-)Expertise und Kurzanalysen zu Migration und Arbeitsmarktintegration

Die Reihe „Kurzberichte" der Fachstelle Einwanderung und Integration enthält aktuelle und grafisch umgesetzte Rechtsexpertise und Kurzanalysen zu Entwicklungen im Bereich Migration und Arbeitsmarktintegration.

Die Reihe „Kurzberichte" richtet sich vornehmlich an die (Fach-)Öffentlichkeit und erscheint in loser Folge vorwiegend in deutscher Sprache.

ISSN: 2940-696X

Kontakt: fei(at)minor-kontor.de


Geflüchtet um zu bleiben?

Mehr Beschäftigung, wenig Aufwertung: Die Arbeitsmarktintegration ukrainischer Staatsangehöriger in Deutschland – Teil 5

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Februar 2022 sind zahlreiche ukrainische Staatsangehörige nach Deutschland geflüchtet. Die Fachstelle Einwanderung und Integration beleuchtet seitdem unterschiedliche Aspekte der Integration von Geflüchteten in Deutschland in mehreren Kurzberichten (Geflüchtet um zu bleiben? Teil 1Teil 2Teil 3, Teil 4).

Dieser Kurzbericht untersucht ihre Arbeitsmarktintegration mit besonderem Fokus auf die Qualität der aufgenommenen Beschäftigung. Aktuelle Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen eine steigende Beschäftigung und sinkende Arbeitslosigkeit, was auf eine fortschreitende quantitative Integration hinweist. Die Analyse von Stellenangeboten aus ukrainischen Telegram-Communitys zeigt, dass ein erheblicher Teil der angebotenen Löhne im unteren Bereich liegt, teils nahe oder unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns. Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass sich die Arbeitsmarktintegration derzeit vor allem als quantitativer Prozess mit begrenzter qualitativer Aufwertung vollzieht und gezielte Maßnahmen zur Förderung qualifikationsadäquater Beschäftigung erforderlich sind.

Redaktion: Paul Keydel, Samrawit Shibeshi, Tobias Stapf | Dezember 2025

ISSN: 2940-696X

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Arbeitsmarkt im Wandel

Zugewanderte und Veränderungen des deutschen Arbeitsmarktes

Der vorliegende Kurzbericht beschreibt, welche Rolle Zugewanderte auf dem Arbeitsmarkt einnehmen. Er enthält ausgewählte Ergebnisse der umfassenden Studie „Arbeitsmarkt und Zuwanderung im Wandel“, welche die IQ Fachstelle Einwanderung und Integration im Oktober 2025 veröffentlicht hat.

Autorinnen: Kristina Korte und Franziska Loschert | November 2025

ISSN: 2940-696X

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Community Partizipation an der Schnittstelle von Forschung und Praxis

Erfahrungen aus der Zusammenarbeit der IQ Fachstelle Einwanderung und Integration mit einem Community Consulting Team

Partizipative Forschungs- und Praxisansätze im Bereich Migration und Integration können nicht nur Migrant*innen und ihre Perspektiven stärken, sondern auch Akteuren des Integrationsmanagements bei der Ausgestaltung ihrer Ziele helfen und so Integrationsprozesse für alle Beteiligten erleichtern. Der vorliegende Kurzbericht der zeigt dies anhand ausgewählter Forschungsliteratur sowie anhand eines (methodischen) Praxisbeispiels aus der Arbeit der Fachstelle Einwanderung und Integration, die in der aktuellen Förderrunde des Förderprogramms IQ (2023-2025) von einem Community Consulting Team zu diversen Themen aus dem Bereich Migration und Integration beraten wird.

Autor*innen: Marlene Leisenheimer, Zirahuén Villamar, Doritt Komitowski | Oktober 2025

ISSN: 2940-696X

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Geflüchtet um zu bleiben?

Beratungsthemen ukrainischer Geflüchteter im Lichte des Job-Turbos – Teil 4

Die Bundesregierung kündigte im Oktober 2023 weitere Maßnahmen an mit dem Ziel, die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten in Deutschland voranzubringen (sog. „Job-Turbo”). Die Fachstelle Einwanderung und Integration hat seit 2022 in mehreren Kurzberichten die Situation von Geflüchteten aus der Ukraine auf dem deutschen Arbeitsmarkt beleuchtet (Teil 1Teil 2Teil 3). Anhand von Informationen, die im Rahmen von zwei weiteren Minor-Projekten gesammelt wurden – Social Media Bridge – Aufsuchende Beratung für Geflüchtete in den sozialen Medien (SoMB) und Anlauf- und Servicestelle für die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen in Sachsen-Anhalt (ASAMi) – präsentiert der aktuelle Kurzbericht die Ergebnisse einer Stichprobe über die aktuellen Bedarfen und Herausforderungen der ukrainischen online-Community und geht u. a. der Frage nach, ob auch Auswirkungen der Umsetzung des Job-Turbos nachgezeichnet werden können.

Redaktion: Paul Keydel, Zirahuén Villamar, Johannes Remy | September 2025

ISSN: 2940-696X

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Die Anwerbepolitik Deutschlands

Vielfalt und Herausforderungen

Die aktuellen Maßnahmen zur Anwerbung qualifizierter ausländischer Fachkräfte für Deutschland umfassen zahlreiche Projekte und Programme. Sie sind Teil einer umfassenden Fachkräftestrategie und verfolgen das Ziel, den steigenden Bedarf an Arbeits- und Fachkräften zu decken. Der von der Fachstelle Einwanderung und Integration erarbeitete Kurzbericht bietet einen systematischen Überblick über diese Vielfalt – einschließlich der relevanten Wirtschaftssektoren, der Partnerländer und der Intensität der Beziehungen zu Drittstaaten –, wertet kritische Analysen aus, zeigt Herausforderungen auf, berücksichtigt die Vorschläge des Koalitionsvertrags der neuen Bundesregierung und identifiziert zentrale Handlungsfelder für eine nachhaltige Anwerbepolitik.

Redaktion: Zirahuén Villamar, Johannes Remy | August 2025

ISSN: 2940-696X

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Interaktive Version der Abbildung "Staaten, in denen mindestens eine Initiative zur Fachkräftegewinnung durchgeführt wird" (Tableau Public, externer Link)

Migrant (Gender) Pay Day

Bis wann arbeiten Migrant*innen „umsonst“?

Der Migrant Pay Gap (MPG) zeigt, dass Beschäftigte ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Jahr 2022 im Schnitt 24 % weniger verdienten als Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit. Rechnerisch bedeutet dies, dass sie bis zum 28. März 2025 unbezahlt arbeiten („Migrant Pay Day“).
Im vorliegenden Kurzbericht der Fachstelle Einwanderung und Integration wird im ersten Teil der Migrant Pay Gap (MPG) für das Jahr 2022 berechnet und analysiert, indem Einkommensunterschiede zwischen Beschäftigten mit und ohne deutsche Staatsangehörigkeit dargestellt und nach Staatsangehörigkeit differenziert werden. Im zweiten Teil steht der Migrant Gender Pay Gap (MGPG) im Fokus, der zusätzlich die Einkommensdifferenzen zwischen Frauen ohne deutsche Staatsangehörigkeit und Männern mit deutscher Staatsangehörigkeit auf Grundlage des unbereinigten Median-Bruttoentgelts berechnet und analysiert.

Autorinnen: Bianca Dülken, Samrawit Shibeshi | März 2025

ISSN: 2940-696X

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Einwanderung aus der Türkei

Aktuelle Trends und rechtliche Wege der Einwanderung - Kurzbericht 04/2024

Die Türkei ist das wichtigste Herkunftsland von Personen ohne deutschen Pass, die in Deutschland leben und arbeiten. In den letzten Jahren haben sich Migrationsdynamik zwischen Deutschland und der Türkei sowie die Zusammensetzung der Personengruppen, die nach Deutschland einreisen wollen, zum Teil verändert. Der Kurzbericht 04/2024 der IQ Fachstelle Einwanderung und Integration gibt einen Überblick über aktuelle Daten zu Wanderungen und Aufenthaltsgründen sowie die rechtlichen Möglichkeiten für türkische Staatsangehörige, nach Deutschland einzureisen.

Der Kurzbericht 04/2024 zeigt unter anderem auf, dass für augenfällige Veränderungen in den Migrationstrends wie der Anstieg der Asylerstanträge aus der Türkei seit dem Jahr 2022, vielfältige Gründe herangezogen werden können. Die IQ Fachstelle Einwanderung und Integration plant im Sommer 2024 eine mehrsprachige Umfrage, um die Migrationsdynamik besser zu verstehen und Handlungsansätze für nachhaltige Unterstützungsangebote und Integrationsprozesse zu identifizieren.

Autor*innen: Doritt Komitowski, Johannes Remy, Samrawit Shibeshi | 04/2024

ISSN: 2940-696X

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Geflüchtet um zu bleiben?

Ein Beitrag zu der aktuellen Diskussion zur Arbeitsmarktintegration von ukrainischen Geflüchteten in Deutschland und Europa – Teil 3 (Kurzbericht 01/2024)

Im Anschluss an die Analysen der IQ Fachstelle Einwanderung aus März 2022 („Ein Plädoyer für qualifikationsadäquate Beschäftigung und Vermeidung von Prekarisierung für ukrainische Geflüchtete“) und Juli 2022 („Das sozio-demografische Profil der ukrainischen Bevölkerung und die aktuellen ukrainischen Arbeitsmarktstatistiken“) betrachtet die IQ Fachstelle Einwanderung und Integration nun die aktuell in der (arbeitsmarkt-)politischen Debatte eingebrachten (nationalen und internationalen) Zahlen und Argumente zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten aus der Ukraine. Im Hinblick auf die Initiative „Job-Turbo für Geflüchtete“ der Bundesregierung werden erste Einblicke aus der Diskussion dazu in der ukrainischen Community in den sozialen Medien eingebracht.

Hrsg.: Fachstelle Einwanderung | 01/2024

ISSN: 2940-696X

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So viele gehen wieder

Abwanderung von nicht-deutschen Personen nach Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus - Kurzbericht 02/2023

In den kommenden Jahrzehnten wird die Bevölkerungsalterung starke Auswirkungen nicht nur auf das Wirtschaftswachstum, sondern auch auf den sozialen (Gruppen)Zusammenhalt und den Generationenvertrag haben. Im Jahr 2035 wird die letzte Kohorte (Jahrgang 1969) der sogenannten „Babyboomer“-Generation das Rentenalter erreichen.

Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge, bedarf es einer jährlichen Nettozuwanderung von 400.000 Personen, um das Erwerbspersonenpotenzial bis 2035 konstant zu halten (Fuchs et al. 2021: 3).

Beim Thema Fachkräfte geht es nicht nur darum, immer mehr Menschen mit möglichst passender Qualifikation nach Deutschland zu bringen. Für eine erfolgreiche Fachkräftestrategie wird es entscheidend sein, neben mehr Einwanderung dafür zu sorgen, dass weniger Fachkräfte wieder auswandern und sie stattdessen längerfristig mit ihren Familien in Deutschland verbleiben. Fachkräftegewinnung und -sicherung müssen als zwei tragende Säulen in einem ganzheitlichen Modell betrachtet werden (Ali et al. 2020: 6). Die Abwanderungsquote liege derzeit bei sieben Prozent und müsste auf 5,5 % gesenkt werden, um einen positiven Saldo von 400.000 Eingewanderten pro Jahr zu erreichen (Hellwagner et al. 2022: 3ff.).

Im vorliegenden Kurzbericht 02/2023 der Fachstelle Einwanderung und Integration wird im ersten Teil die Abwanderung von Personen nichtdeutscher Staatsangehörigkeit im Jahr 2021 analysiert und dabei nach EU-Staatsangehörigen und Drittstaatsangehörigen differenziert. Im zweiten Teil wird der Frage nachgegangen, welchen letzten bekannten Aufenthaltsstatus die abgewanderten Drittstaatsangehörigen vor ihrem Fortzug aus Deutschland 2019 besaßen.

Autor: Paul Becker

Hrsg.: Fachstelle Einwanderung und Integration | 02/2023

ISSN: 2940-696X

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