Neue Förderrunde, neue Perspektiven

Was erwartet uns im Förderprogramm IQ – Integration durch Qualifizierung in den kommenden drei Jahren? Das war die zentrale Frage der offiziellen Auftaktveranstaltung am 12. März 2026 in Berlin, an der rund 170 Personen aus dem Bundesgebiet teilnahmen.

Und schnell wurde deutlich: Während an vielen Stellen an bewährte Strukturen und relevante Themen angeknüpft werden kann, gibt es ebenso zentrale Änderungen:

  • Die 59 Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstellen führen ihre wichtige Arbeit entlang etablierter Qualitätskriterien fort; zugleich gewinnt der Wissenstransfer an Mitarbeitende der regionalen Arbeitsagenturen und Jobcenter an Bedeutung angesichts einer beabsichtigten Verstetigung der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung ab 2029.
  • Regionale Integrationsnetzwerke gab es bereits in der letzten Förderrunde, seit Januar 2026 gibt es zwei Arten: Die 21 Regionalen Integrationsnetzwerke für internationale Arbeitskräfte (kurz: RINIA) setzen verschiedene Qualifizierungsangebote (Gruppenangebote, Qualifizierung on the Job, Begleitprojekte) für Erwachsene ausländischer Herkunft um. Daneben arbeiten 17 Regionale Integrationsnetzwerke Willkommens- und Anerkennungskultur internationaler Arbeitskräfte (RINWA) vorrangig mit Unternehmen und anderen Arbeitsmarktakteuren am Abbau struktureller Hürden und Nachteilen von Menschen ausländischer Herkunft auf dem Arbeitsmarkt.
  • Als neuer Player sind neun überregional agierende branchen-, berufs- und qualifikationsübergreifende Aktivierungsprojekte (BBQA) an Bord: Diese informieren in Deutschland lebende migrantische Communitys zu grundlegenden Aspekten des Arbeitsmarkts, der Anerkennung und Qualifizierung, teilweise ergänzt durch bedarfsorientiertes Mentoring und Coaching.
  • Ebenfalls überregional sind die Fachstelle Anerkennung und Qualifizierung und die Fachstelle Einwanderung und Integration angesiedelt. Sie unterstützen die Akteure des Förderprogramms durch themenspezifische, fachliche Begleitung; relevante Erkenntnisse aus der Umsetzung geben die Fachstellen wiederum an politisch-strategische Stakeholder weiter.

Alle Stränge des Programms arbeiten gemeinsam an der Zielsetzung, die Arbeitsmarktchancen für erwachsene Menschen ausländischer Herkunft zu verbessern. Dementsprechend diente die Auftaktveranstaltung in erster Linie der Vernetzung der Teilnehmenden und der Identifikation von Schnittstellen in der Umsetzung. Und diese Gelegenheit wurde rege genutzt – sei es auf regionaler Ebene in den „Länderecken“ oder auf inhaltlicher Ebene in den Fachworkshops.

Der Auftakt ist gemacht – in den kommenden Monaten steht die Umsetzung der zahlreichen Angebote des Förderprogramms IQ im Vordergrund. Parallel dazu werden der Fachaustausch und die Vernetzung der beteiligten Akteure natürlich im Rahmen verschiedener Formate fortgeführt.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit!

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