Neuer Höchstwert bei der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

Noch nie sind in Deutschland so viele im Ausland erworbene Berufsqualifikationen anerkannt worden wie 2024. Rund 79.100 Anerkennungsanträge wurden im vergangenen Jahr positiv beschieden, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 4. September 2025 mitteilte. Das waren laut Destatis 21 % mehr als im Vorjahr (2023: 65.300). Seit Beginn der gemeinsamen Erfassung von bundes- und landesrechtlich geregelten Anerkennungsverfahren im Jahr 2016 sei die Zahl der Anerkennungen kontinuierlich gestiegen und habe sich mehr als verdreifacht (2016: 26.200).

Mit einem Zuwachs von 2.600 auf 9.200 Anerkennungen führte die Türkei 2024 erneut die Rangliste der am häufigsten vertretenen Ausbildungsstaaten an. Auf Platz zwei folgte mit 6.400 Anerkennungen die Ukraine; hier hat sich demnach die Zahl der positiv beschiedenen Verfahren im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt (2023: 3.000). Häufig vertreten waren auch die Ausbildungsstaaten Tunesien mit 5.300, Indien mit 4.900 und Syrien mit 4.300 Anerkennungen.

Nahezu unverändert zum Vorjahr blieb 2024 die Rangliste der fünf am häufigsten anerkannten Berufe. Weiterhin Platz 1 belegte mit 32.500 Anerkennungen und einem Anteil von 41 % an allen anerkannten Qualifikationen der Beruf Pflegefachfrau/Pflegefachmann (einschließlich der Vorgängerberufe Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in sowie Gesundheits- und Krankenpfleger/-in). Auf Platz 2 lag mit 11.000 Anerkennungen und einem Anteil von 14 % der Beruf Arzt/Ärztin. Gefolgt wurden diese Gesundheitsberufe von den Berufen Ingenieur/-in (4.400 Anerkennungen), Lehrer/-in (2.800 Anerkennungen) und Physiotherapeut/-in (2.200 Anerkennungen).

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 4. September 2025

 

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