PraxisParade #9
Tipps und Tricks aus der IQ Praxis
Nutzung von Social-Media im IQ Netzwerk?! Ein Einblick in die Praxis.
Die Nutzung sozialer Medien bietet im IQ Netzwerk vielfältige Chancen, um Reichweite und Sichtbarkeit zu erhöhen und die Zielgruppen noch gezielter zu erreichen. Gleichzeitig erfordert die Arbeit in den sozialen Medien ein strukturiertes Zeitmanagement und abgestimmte Strategien, um den hohen inhaltlichen und qualitativen Ansprüchen gerecht zu werden. Auch 2025 bot das IQ Netzwerk wieder vielfältige Schulungen und Austauschformate zu Social-Media an. Im Fokus standen praxisnahe Einblicke in strategische Kommunikation, den Einsatz digitaler Werkzeuge und die Nutzung von KI zur effizienten Contenterstellung.
In einer Online-Befragung der IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstellen durch die IQ Fachstelle Anerkennung und Qualifizierung im Jahr 2025 zeigte sich, dass Facebook weiterhin der meistgenutzte Kanal bei den IQ Beratungsstellen ist – über die Hälfte der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstellen greift auf die Plattform zurück. An zweiter Stelle folgt Instagram mit knapp einem Drittel der Nennungen, während LinkedIn von 13 Prozent der Beratungsstellen genutzt wird. X (ehemals Twitter) und TikTok spielen derzeit keine relevante Rolle in der Social-Media-Arbeit der IQ Beratungsstellen.
In den letzten Jahren, insbesondere in der aktuellen Förderrunde von 2023 bis 2025, ist die Arbeit mit Social-Media im Förderprogramm IQ immer professioneller und strukturierter geworden. Es zeigt sich eine verstärkte strategische Nutzung digitaler Kanäle. Dabei bietet Social-Media im Kontext der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung (AQB) einen klaren Mehrwert: Die AQB kann durch Social-Media sichtbarer gemacht und Zielgruppen können besser erreicht werden. Besonders gut funktionieren Erklärvideos und Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu Themen der Anerkennung und Qualifizierung, Videos zu für die Zielgruppe relevanten Veranstaltungen und die direkte Ansprache in muttersprachlichen Gruppen migrantischer Communities. Besonders erfolgreich und interaktionsstark waren Beiträge von Berater*innen, die authentische Einblicke in ihre Arbeit gaben – ebenso wie Posts, in denen Ratsuchende von ihren Erfahrungen berichteten.
Den Mehrwert der aktiven Nutzung von Social-Media sehen die Stellen der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung in der:
- Stärkung des Bekanntheitsgrades ihres Angebots
- Akquise von Ratsuchenden
- Teilen von niedrigschwelligen Erstinformationen zu Anerkennungsthemen
- Behebung von kursierenden Falschinformationen
- Verbreitung von Erfolgsgeschichten
Der hohe Anspruch an professionelle und qualitativ hochwertige Beiträge im IQ Netzwerk führt dazu, dass der Zeitaufwand für die Erstellung und Pflege von Inhalten in den sozialen Medien als wesentliche Herausforderung wahrgenommen wird.
In diesem Zusammenhang können digitale Tools und insbesondere KI künftig unterstützen – etwa durch die automatisierte Planung, Texterstellung oder Bildbearbeitung. So lassen sich Prozesse effizienter gestalten und Ressourcen gezielter für kreative und strategische Aufgaben einsetzen.
Quelle: FSAQ-Umfrage zur Umsetzung der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung in IQ für das 1. Halbjahr 2025; Berichtszeitraum: 01.01.2025–30.06.2025
Beitrag von Tatjana Erfurt für den Newsletter 3/2025 der IQ Fachstelle Anerkennung und Qualifizierung.
