IQ Fachstelle Einwanderung: Neue Analyse zur Situation von Betreuer*innen in der 24-Stunden-Pflege aus Drittstaaten erschienen

Die IQ Fachstelle Einwanderung untersucht in einer neuen Studie die Situation der Betreuer*innen in der 24-Stunden-Pflege (Live-ins) aus Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) in Deutschland.

Aktuell leben in Deutschland 4,1 Mio. pflegebedürftige Personen (Tendenz steigend), von denen 80,2 Prozent zu Hause betreut werden. Die sich immer weiter verschärfende Versorgungslücke führt zum steigenden Bedarf an Pflegekräften. Live-in-Betreuer*innen stellen bereits jetzt eine wesentliche Stütze im deutschen Pflegesystem dar.

Die meisten der ca. 130.000 Live-in-Betreuer*innen aus Drittstaaten arbeiten in Deutschland ohne Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis und ohne Sozialversicherung. Das führt zu prekären Arbeits- und Lebensbedingungen, die jedoch bisher kaum sichtbar und erforscht sind, auch weil es an geschützten Räumen zum Austausch und zur Beratung fehlt.

Die Studie der IQ Fachstelle Einwanderung trägt dazu bei, diese Forschungslücke zu schließen. Auf Basis von Sekundärdaten, einer Social-Media-Analyse, einer Online-Umfrage und Expert*inneninterviews wurden die Zugänge zum Arbeitsmarkt, die Beschäftigungsmodelle, die Arbeitsbedingungen und die Netzwerke der Live-in-Betreuer*innen aus Drittstaaten analysiert.

Die vollständige Studie erscheint im aktuellen Working Paper der IQ Fachstelle Einwanderung. Sie können sie hier herunterladen (PDF).

 

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