Für die Studie fragten die Forschenden zufällig ausgewählte Erwerbspersonen unter welchen Bedingungen sie die Einwanderung von Menschen aus Nicht-EU-Staaten befürworten würden.
Die Befragten zeigten sich angesichts des aktuellen Verfahrens der strengen Überprüfung von im Ausland erworbenen Qualifikationen eher pragmatisch. Die Art der Anerkennungsverfahren durch Kammern und Behörden beeinflusst die Aufnahmebereitschaft gegenüber Migrant*innen nicht. IAB-Forscherin Monika Senghaas erklärte: "Das legt nahe, dass auch weniger restriktive Anerkennungsverfahren von der Erwerbsbevölkerung akzeptiert würden." "Sofern Arbeitgeber Migrant*innen benötigen und diese arbeitsmarktrelevante Fähigkeiten und Fertigkeiten mitbringen, befürworten die Befragten eine längerfristige Aufenthaltsdauer", ergänzt IAB-Forscher Christopher Osiander.
Die Forschenden untersuchten auch, wie sich sozialstrukturelle Merkmale der Befragten auf die Akzeptanz von Fachkräfteeinwanderung auswirken. Personen, die sich Sorgen um die Wirtschaft oder um die eigene finanzielle Situation machen, befürworten seltener eine längere Aufenthaltsdauer. Auch die politische Präferenz spielt eine Rolle. Anhänger*innen der der CDU/CSU, der FDP und der AfD lehnen eine längere Aufenthaltsdauer eher ab, die der Linken befürworten eher eine längere Aufenthaltsdauer. Die Studie basiert auf einer Befragung von 1.117 Personen im Rahmen des Forschungsprojekts "Akzeptanz sozial- und arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen und Regelungen" des IAB und der Universität Bamberg.
Die Studie zum Abruf finden Sie hier.
