OECD-Migrationsausblick: Migration nach Deutschland deutlich gestiegen

[28.06.12] 

Deutschland war das OECD-Land, das in 2010/2011den größten Anstieg der Migration zu verzeichnen hatte. Das geht aus der aktuellen Ausgabe des Internationalen Migrationsausblicks der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor.

Infolge der Wirtschaftskrise ist die Migration in die OECD-Länder 2010 erneut gesunken. Insgesamt wanderten 4,1 Millionen Migranten dauerhaft in die OECD-Staaten ein, das ist ein Rückgang von 2,5 Prozent gegenüber 2009. Der Rückgang machte sich vor allem in den europäischen Ländern, die von der Wirtschaftskrise stark betroffen waren, bemerkbar.

In Deutschland stieg hingegen die dauerhafte Migration in 2010 gegen den OECD-Trend um 10 Prozent  an. Die vorläufigen Zahlen für 2011 weisen auf eine weitere kräftige Steigerung der Migrationsflüsse hin. Insgesamt war Deutschland das OECD-Land, das in den vergangenen beiden Jahren das stärkste Wachstum der Migration zu verzeichnen hatte. Auch die Beschäftigungssituation von Migranten hat sich in Deutschland stärker verbessert als in den anderen OECD-Ländern. Seit 2008 ist die Beschäftigungsquote der Migranten um 4 Prozentpunkte auf 66,5 Prozent gestiegen. Dies ist das höchste Wachstum in der OECD.


Alle Daten, Grafiken sowie eine deutschsprachige Zusammenfassung zum Download gibt es auf den Seiten der OECD.

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